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Webspam

Erklärt von den TwinGeeks | SEO Agentur Berlin
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Was ist Webspam?

Der Begriff Webspam setzt sich aus zwei Wörtern zusammen. Aus der Abkürzung für World Wide Web (englisch für „weltweites Netz“) kurz Web und Spam [spæm] (englisch für „Müll“ und im Duden folgend beschrieben: "unerwünschte massenhaft per E-Mail oder auf ähnlichem Wege versandte Nachrichten"). Der Webspam bezeichnet alle Arten von Spam im Internet. Wir nutzen den Begriff in erster Linie für alle unseriösen Methoden, um das Ranking von Suchmaschinen zu verbessern oder Nutzer auf Webseiten zu locken. Suchmaschinen, allen voran Google, versuchen seit Jahren solche Methoden abzustrafen und ihre Algorithmen so anzupassen, dass in erster Linie guter Content zu besseren Rankings führt.

Unterschiedliche Arten des Webspams

Der Begriff „Webspam“ bezieht sich in erster Linie auf die Manipulation von Webseiten und Suchmaschinen. Eine Form davon lässt sich auch als „Suchmaschinen-Spamming“ bezeichnen. Konkret geht es darum, auf künstlichem Wege Webseiten ein gutes Ranking in Googles und anderen Suchmaschinen zu verschaffen. Auf der Webseite selbst und auch auf fremden Webseiten soll der Algorithmus von Google so manipuliert werden, dass die Webseite weiter oben in den Suchergebnissen auftaucht.

Eine früher sehr beliebte Methode zur Manipulation war das „Keyword Stuffing

Früher war für den Algorithmus von Google die Anzahl der Schlüsselwörter und ihre Kombination entscheidend darüber, wie die Webseite indexiert wurde. Und der Nutzer der Suchmaschine sie finden würde. Webseitenbetreiber konnten dazu übergehen, das gesuchte Schlüsselwort in Massen auf der Webseite unterzubringen und erhofften sich dadurch ein besseres Ranking. Weniger auffällig war die Methode, die Schlüsselbegriffe in die Meta-Descriptions und dem Meta-Title unterzubringen. Das Problem beim Keyword Stuffing ist, dass sich mitunter Webseiten an die Spitzen der Suchergebnissen setzten, auch wenn ihre Inhalte mitunter nichts mit dem zu tun hatten, wonach der User suchte. Teilweise wurden auch komplett zusammenhangslose Schlüsselwörter untergebracht, denn je mehr Schlüsselwörter, desto besser.

Abgesehen davon gab es noch die Möglichkeit, „Hidden Text“ auf der Webseite zu verstecken.

Dabei handelt es sich um Text, der auf der Webseite vorkommt, aber für den Besucher nicht lesbar ist. Oftmals wurde dabei die Schriftgröße auf Null gesetzt oder die Farbe des Textes so angepasst, dass der Besucher ihn nicht bemerken würde. Der Google-Bot jedoch las den Text im Code und damit die darin versteckten Schlüsselwörter.

Eine gänzlich andere Methode stellt das „Cloaking“ dar.

Hierbei wird dem Besucher eine andere Webseite präsentiert, als der Crawler von Google indexieren wird. Für Google ist die Seite oftmals eine textbasierte Webseite mit einer Fülle von Keywords. Der Besucher bekommt jedoch ganz andere Inhalte geliefert, welche für den Crawler unsichtbar sind. Bei der „Redirection“ wird der Nutzer automatisch auf eine gänzlich andere Seite weitergeleitet, die nichts mit den Inhalten zu tun haben kann, nach denen er gesucht hatte.

Link-Spamming ist eine weitere beliebte Methode, um das Ranking einer Webseite zu Manipulieren.

Mittlerweile gehört das Linkbuilding zu einer der wichtigsten und effizientesten Verfahren für ein gutes Google-Ranking. Jedoch muss sich dieser Linkaufbau organisch ergeben. Damit die Keywords nicht das alleinige Mittel zur Suchmaschinenoptimierung bleiben, begann der Google-Bot damit, die Hyperlinks zu indexieren. Der Suchmaschine erscheint eine Webseite dann als relevant, wenn es viele Backlinks gibt, welche zu dieser Webseite führen. Denn, so die Logik dahinter, je mehr auf sie verlinkt wird, desto wichtiger, nützlicher und beliebter ist die Webseite. Und damit verdient sie sich ein hohes Ranking bei den Suchergebnissen. Daraus ergab sich ein ähnliches Problem wie beim Keyword Stuffing: Es wurde ein unnatürliches Linkbuilding betrieben. Unter anderem wurden dazu Webseiten angelegt, deren einziger Zweck darin bestand, auf andere Seiten zu verlinken. Sie besaßen keinen Content, aber der Google-Bot indexierte dennoch all die Links. Zum Link-Spamming gehört das Setzen von Links innerhalb von Foren und oder den Kommentaren von Blogs. Oftmals werden dazu Bots verwendet oder es lassen sich sogar Dienste einkaufen, bei denen der Dienstleister Accounts erstellt und auf verschiedenen Webseiten Hyperlinks hinterlässt. Eine weitere Methode des Link-Spammings stellt das Setzen von Anchortexte dar. Bei diesen handelt es sich um Wörter oder Textabschnitte innerhalb eines Textes, welche auch als Hyperlinks fungieren. Bei einem künstlichen Linkaufbau wird der Hyperlink nichts mit dem Inhalt des Textes oder dem Content der Webseite zu tun haben.

Häufig im Zusammenhang mit dem Link-Spamming anzutreffen, ist der als Webspam deklarierte Link-Kauf. Der Name ist selbsterklärend. Es gibt Webseitenbetreiber, die verkaufen Links von ihrer Webseite, die dann auf eine jeweilige Wunschseite des Käufers verweisen. Ebenso das Kaufen selbst, wird als Akt des Spammens gesehen.

Hierfür bietet Google folgende Seite für Meldungen, falls ein solcher Webspam aufgefallen ist:

https://www.google.com/webmasters/tools/paidlinks?pli=1&hl=de

Zudem gibt es noch weitere Arten des Webspam, die nicht unmittelbar mit dem Spammen der Suchmaschine zu tun haben.

Eine dieser Arten ist z.B. das Phishing. Dieser Begriff ist eine Wortneuschöpfung von fishing und bezeichnet jeden Versuch persönliche Daten von Personen aus dem Internet zu „angeln“. Dabei werden gefälschte Webseiten aufgesetzt, trügerische E-Mails und Kurznachrichten versendet. Ziel dieser Machenschaften ist es an sehr sensible Informationen, wie die Zugänge zu Kontobanken, zu kommen oder gezielt Personen zu schaden. Ohne Zweifel gibt es eine Vielzahl weiterer Motive. Wenn Dir eine solche schädliche Seite aufgefallen ist, hast du die Möglichkeit über den folgenden Link, die Betrügereien bei Google zu melden:

Zu Safebrowsing von Google zur Meldung eines Verstoßes.

Über dieselben Kommunikationskanäle wie beim Phishing wird außerdem versucht, Schadprogramme (auch Schadsoftware sowie Malware genannt) an den Internetnutzer weiterzureichen. Diese Software wurde ausschließlich für einen Zweck entwickelt. Sie soll auf verschiedene Weise Schaden anrichten. Auch hier stellt Google einen Link bereit:

Bei Google bekannte Webseiten, die Malware versenden, zur Meldung einreichen.

Eine allseits bekannte Form des Webspam stellen zudem explizite („explicit“) Inhalte, wie z.B. Pornografie und Videos, Bilder Texte sowie Musik extremer Gewalt dar. Auch hier verschafft Google für die ungewollte Ausgabe dieser Ergebnisse in der Suchmaschine Abhilfe. Mit der sog. SafeSearch wird anstößiger Inhalt blockiert.

Wie wird das sichere Suchen aktiviert?

Ein guter Suchmaschinenoptimierer sollte sich mit Rich Snippets auskennen. Denn Rich Snippets senden ein positives Rankingsignal an Google und somit sind sie ein fester Bestandteil der SEO per Definition. Sie heben gezielt Informationen in der Anzeige einer jeweiligen Webseite der Suchmaschinenergebnisse hervor. In diesen Markierungen werden von manchen Webseitenbetreibern irreführende Angaben getätigt - die als Webspam interpretiert werden – z.B. werden gefälschte Bewertungen eingeblendet.

Auch hier unterstützt Google die Internetnutzer:

Irreführende Rich Snippets bei Google melden.

Um der Definition per Duden für Webspam gerecht zu werden, erwähnen wir zu guter Letzt den Email-Spam. Der Email-Spam umfasst jede Form von elektronischer Nachricht, die dem Empfänger unverlangt zugestellt wird. Sehr häufig fassen diese Mitteilungen werbende Inhalte in sich. Ebenfalls charakteristisch für diese Form des Webspam ist die Tatsache, dass eine hohe Anzahl von Emails versendet wird.

Googles Reaktion: Penguin Update

Der Unternehmenserfolg von Google und co. steht und fällt mit einer reibungslos funktionierenden Suchmaschine, die den Nutzern Suchergebnisse vorschlägt, welche den jeweiligen Interessen gerecht wird. Dadurch entsteht selbstverständlicherweise das Gefühl von Brauchbarkeit. Mit Hilfe eines viel genutzten Tools lässt sich wiederum Geld verdienen. Umso mehr ist verständlich, weshalb Google und weitere Suchmaschinenbetreiber seit jeher allen schwarz-zonigen Suchmaschinenoptimierern stets einen Strich in die Rechnung gemacht haben. Vor allem bei Google sind diverse Änderungen der Algorithmen bekannt und einer der gewichtigsten Anpassungen stellt das Penguin-Update dar. Diese Aktualisierung hat erhebliche Verbesserungen für den Such-Algorithmus mit sich gebracht. Es handelt sich genau genommen um eine Reihe von Updates und Data Refreshs im Zeitraum von 2012 bis 2013. Das Ziel des Google Penguin Updates war es, die Manipulation von Suchergebnissen zu bekämpfen. Schlussendlich sollte der Nutzer von Google in erster Linie guten Content finden. Um das zu erreichen, führte Google einen neuen Algorithmus ein, welcher unnatürliche Seiten- und Suchmaschinenoptimierung unterbinden sollte. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf das Linkbuilding und das Keyword Stuffing.

Vor allem der Linkkauf wird nach dem Update von Google rigoros abgestraft, soweit es möglich ist. Vor allem sind die Maßnahmen gegen gesamte Linkkauf-Netzwerke und deren Betreiber gerichtet. Der Algorithmus versucht nun auch unnatürlich hohe Zahlen von Anchortexten innerhalb eines Textes zu erkennen und abzustrafen. Zu schnelles Linkbuilding wird ebenfalls als künstlich erkannt und mit einem niedrigeren Ranking bestraft. Besonders wichtig ist nun die Wertigkeit der Backlinks. Der Algorithmus weist den einzelnen Webseiten eine Qualitätsstufe zu. Links, die von einer hochwertigen Webseite ausgehen, sind besonders wertvoll. Außerdem versucht der Algorithmus nun, den Bezug der Links zum Content der Webseite einzuschätzen. Damit können Linkfarmen als manipulierend erkannt werden. Links, welche von solchen Webseiten ausgehen, werden als minderwertig eingestuft und führen zur Abstrafung durch Google. Und werden Links in irrelevanten Kontexten gespamt, erkennt das der Algorithmus ebenfalls. Falls Sie befürchten, von Google abgewertet worden zu sein - empfehlen wir den Kontakt zu unserer SEO Agentur Berlin - Sarpen Projects von den TwinGeeks.

Die Richtlinien von Google

Michael Wyszomierski von Google über ein paar Verstöße wegen Webspam Inhalten und wie es besser gemacht wird.

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Fun Fact: Entstehung des Begriffs Webspam

Der Begriff geht wahrscheinlich auf den 2. Weltkrieg zurück. Kriegsbedingt gab es damals in Großbritannien eine Lebensmittelknappheit, jedoch konnten die Engländer in fast jedem Laden das Dosenfleisch „Spiced Ham“ kaufen, welches auf der Dose groß die Buchstaben „SPAM“ führte. Das wurde später in einem Sketch der Comedy Show „Monty Python's Flying Circus“ aufgegriffen. In diesem Sketch ging es um ein Café, dessen Speisekarte nur aus Gerichten mit „Spam“ bestand. Im Bereich des Internets trat der Begriff das erste Mal in den 1970ern auf. Hier bezeichnete er das Verhalten einiger User der sogenannten „Multi User Dungeon“-Spiele, den Chat mit Nachrichten zu überschwemmen. Der erste elektronische Kettenbrief wurde 1988 verfasst und trug den Titel „Make Money Fast“. Hierbei handelte es sich um nichts weiter als ein Schneeballsystem. 1994 kam es zum „Green Card Spam“. Die Anwälte Laurence Canter und Martha Siegel versandten massenweise E-Mails mittels eines Programms. Darin gaben sie ein Gewinnspiel bekannt, bei dem die Teilnehmer Green Cards gewinnen konnten. Ab da an hatte sich der Begriff fest etabliert.